Atme vier Zählzeiten ein, halte vier, atme vier aus, halte vier. Spiele sanft, nicht kämpfend, mit dem Rhythmus. Die Quadratform stabilisiert, gibt Struktur, unterbricht Grübelschleifen und schärft die Aufmerksamkeit. Wenn Halten Unruhe auslöst, lass die Pausen kleiner werden oder weg. Wichtig ist die spürbare Symmetrie und der ruhige Nasenfluss. Zwei bis drei Runden reichen in einer Lobby, um Herz und Kopf auszubalancieren, bevor du aufgerufen wirst oder selbstbewusst eine Tür öffnest.
Lege eine Hand über das Brustbein, die andere über den Nabelbereich, so diskret, als würdest du etwas zurechtrücken. Spüre die Wärme, den Kontakt, den Rhythmus unter den Händen. Lasse die Bewegung vor allem in der unteren Hand entstehen. Diese einfache Berührung stabilisiert Wahrnehmung, reguliert Atemtiefe und bringt Mitgefühl ins System. Ideal in Wartezonen, wenn Worte fehlen, aber eine stimmige Präsenz gebraucht wird. Wenige Atemzüge genügen, um weicher, aufrichtiger und hörbereiter zu werden.
Richte dich für zehn Atemzüge auf Geräusche aus: Summen der Klimaanlage, Fußtritte, fernes Lachen, das Klicken eines Aufzugs. Lass alles durch, ohne zu werten. Geräuschwellen tragen Aufmerksamkeit in die Weite, lösen Fixierung und beruhigen. Kombiniere das mit einer leichten Verlängerung des Ausatems, und du wechselst aus innerem Lärm zu gelassener Wachheit. Diese akustische Orientierung taugt hervorragend für Lobbys, in denen visuelle Reize dominieren und die Sinne müde werden, obwohl der nächste Kontakt echte Präsenz verlangt.